Erster Spatenstich zum Bau einer Mensa

Ein wichtiger Schritt hin zur Ganztagsschule

Auf allen Seiten nur Gewinner: Da ist zum einen die Heinrich-Böll-Schule, die eine Mensa erhält und damit einen wichtigen Schritt hin zur Ganztagsschule vollzieht, da sind zum anderen die Fürther Vereine, die im Zuge dieses Projektes ein seit langer Zeit gewünschtes Foyer erhalten, das an die Sporthalle angebaut wird, und da ist nicht zu guter Letzt der Steuerzahler, der sich auf Grund einer vernünftigen Kooperation zwischen Kreis Bergstraße und Gemeinde Fürth über unnötige Ausgaben aus den kommunalen Haushalten freuen kann. Der Spatenstich für den Bau der Mensa und des Foyers, der am vergangenen Donnerstag erfolgte, geht deshalb zu Recht als Freudentag in die Fürther Geschichtsbücher ein.
Aus diesem Grund wurde der doppelte Spatenstich auch in würdiger Weise gefeiert. In der Gymnastikhalle, die zur Mensa umgebaut werden soll, trafen sich Vertreter der Schule, der Gemeinde und des Kreises, um auf die Projekte anzustoßen.
Der kommissarische Schulleiter der Heinrich-Böll-Schule, Peter Bauer, betonte, dass die Schule „nach einer langen Zeit des Wartens“ glücklich sei über den Startschuss zur Errichtung einer Mensa und einer neuen Gymnastikhalle. „Beide Maßnahmen dienen der Verbesserung der Lern- und Arbeitsbedingungen an der HBS, sie starken den Schulstandort und sie sind gleichermaßen ein weiterer Eckpunkt für Öffnung von Schule und die Förderung des Vereinssports“, fasste Bauer alle Vorteile zusammen.
Sein Dank galt all denen, die sich unermüdlich für diese Bedingungen für die Schaffung einer ganztägigen Schule stark gemacht haben. Sein Gruß galt Landrat Matthias Wilkes, Bürgermeister Volker Oehlenschläger sowie weiteren Vertretern des Kreises, der Gemeinde und des Staatlichen Schulamtes.
Von einem „großen Projekt“ sprach Landrat Wilkes, der die Bedeutung für Vereine und Schule hervorhob. Mit der Mensa schaffe man, so Wilkes weiter, die nötige Infrastruktur für eine Ganztagsschule, die unabdingbar sei, um eine Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu gewährleisten. Wenn die Mensa Ende nächsten Jahres fertiggestellt sei, könne die einzige integrierte Gesamtschule im Kreis Bergstraße unter idealen Voraussetzungen ihr Konzept von einer ganzheitlichen Bildung verwirklichen.
Landrat Wilkes versäumte nicht – zur Freude der Schulleitung und der anwesenden Lehrer – auf „das große Engagement auf allen Ebenen in der Schule“ hinzuweisen und der HBS-Schulgemeinde ein dickes Lob auszusprechen. Nebenbei bemerkt: Die seit Jahren hohen Anmeldezahlen sind ein deutliches Indiz dafür, dass die Heinrich-Böll-Schule eine ausgezeichneten Ruf genießt und das Konzept einer integrierten Gesamtschule immer stärker an Bedeutung und Wertschätzung gewinnt.

Landrat Wilkes Dank galt auch der Gemeinde für deren Weitsicht. Statt im Alleingang ein Projekt zu realisieren, habe Fürth die Kooperation mit dem Kreis gesucht. Die Kosten für die Baumaßnahmen belaufen sich auf 900000 Euro, davon trägt der Kreis Bergstraße 500000 Euro, den Rest übernimmt die Gemeinde Fürth.
Bürgermeister Oehlenschläger ließ kurz die Planungen und Gespräche im Vorfeld Revue passieren und drückte seine Freude über den Baubeginn aus. „Wir stehen in den Startlöchern“, betonte Oehlenschläger mit Begeisterung. Umrahmt wurde die gelungene Feierstunde musikalisch von einem Lehrertrio, das eine Sonate in virtuoser Weise zu Gehör brachte, und der HBS-Bläsergruppe, die mit einem Marsch den symbolischen Spatenstich einläutete.
Im Anschluss an das Zeremoniell, das sich bei strahlendem Sonnenschein und winterlichen Temperaturen abspielte, stießen die Festgäste mit einem Glas Sekt auf die vorweihnachtliche Bescherung für Schule und Vereine an.