Enorme Lernerfolge trotz schwieriger Pistenverhältnisse
Skifreizeit in St. Johann für alle siebten Klassen
Kaiserwetter herrschte nur an einem Tag. Die teilweise schlechten Sichtverhältnisse und die wechselhaften Wetterbedingungen taten der Freude am Skifahren bei den Siebtklässlern der Heinrich-Böll-Schule jedoch keinerlei Abbruch und minderten nicht im Geringsten die Lernerfolge auf den Brettern. Die 87 Mädchen und Jungen hatten ihren puren Spaß in St. Johann (Südtirol), ob nun auf Skiern, auf Snowboards oder in der Wander- und Kulturgruppe. Und noch eine erfreuliche Meldung: Die jungen Skifahrer blieben von schwereren Blessuren verschont. „Alle haben eine schöne Skifreizeit erlebt“, bilanzierte Schulsportleiterin und Organisatorin Astrid Schulze Icking.
Neugierde, Spannung und Freude spiegelten sich in den Gesichtern der Kinder schon während der Fahrt wider. Sie konnten es kaum erwarten, auf ihren Skiern die ersten Rutschversuche zu unternehmen. Skikurse in Südtirol gehören an der Heinrich-Böll-Schule schon seit vielen Jahren zum festen Bestandteil des breit gefächerten Sportangebotes. Alljährlich fahren die Schüler der siebten Klassen eine Woche in die Berge, um ihre Fähigkeiten auf den Skibrettern zu verbessern oder den Sport zu erlernen. Darüber hinaus trägt die Freizeit dazu bei, gruppendynamische Prozesse zu forcieren, beispielsweise die Gemeinschaft unter den Schülern zu stärken oder den Kontakt zu den begleitenden Lehrern zu verbessern.
Die Pädagogen beschränkten sich nicht nur auf die reine Betreuung der Kinder und die Durchführung der Kurse, sondern sorgten auch für ein unterhaltsam-interessantes Rahmenprogramm. Schon während der Fahrt wurden die HBS-Schüler zum Singen animiert. Der von Direktor Peter Bauer angestimmte „Fli-Flei-Song“ wurde in dieser Woche zu einem echten Hit. Mit anderen Worten: Es herrschte von der ersten Minute an eine fröhliche Stimmung und ein harmonisches Miteinander.
Die Sportlehrer der Böll-Schule erteilten an sechs Tagen Ski- und Snowboardkurse, stets individuell abgestimmt auf das Können der Mädchen und Jungen. Während die Fortgeschrittenen gleich am ersten Tag mit der Gondel ins Skigebiet Speikboden fuhren, machten sich die Anfänger am Talhang mit Skiern und Ausrüstung vertraut, bevor auch sie den Fortgeschrittenen folgten.
Die Lernerfolge bei den Anfängern waren verblüffend: Im Gleitpflug meisterten sie auch schwierige Passagen am Hang. Vom Erfolg motiviert, wagten sie schon nach kurzer Zeit bei optimalen Schneebedingungen ein höheres Tempo. Am Ende der Skifreizeit war fast kein Unterschied mehr zwischen Anfängern und Fortgeschrittenen zu erkennen. Die Schüler tummelten sich in den Skigebieten „Speikboden“ und „Klausberg“; eine Vielfalt an Skipisten unterschiedlicher Schwierigkeitsgrade war garantiert.
Das Skilaufen wurde zur Mittagsstunde unterbrochen: Schüler und Lehrer stärkten sich in rustikalen Skihütten mit deftigen Köstlichkeiten und tankten Energie für die „zweite Halbzeit“. Abends wurden die Skifahrer von Cilly und ihren Mitarbeitern in der Pension Bader, in dem die Fürther Schüler bestens untergebracht waren, mit kulinarischen Leckereien verwöhnt. Gerade die familiäre Atmosphäre in der Unterkunft trug zum Wohlbefinden der Fürther Reisegruppe enorm bei.
Die Wander- und Kulturgruppe rodelte vom Gipfel des Speikbodens mit Tempo bis ins Tal hinab, besuchte verschiedene Museen, wanderte zu einem hochgelegenen Bergbauernhof und unternahm eine fröhliche Tour im Pferdeschlitten. Ein besonderes Erlebnis war die Fahrt nach Bozen. In der mediterran anmutenden Stadt schaute sich die Gruppe in einem Museum die berühmte Gletscherleiche Ötzi an.
Für Skifahrer, Snowboarder und Wanderer gleichermaßen ein unvergesslicher Moment war der Aufenthalt auf dem Gipfel des Speikbodens. Den Kindern bot sich auf 2400 Metern bei strahlendem Sonnenschein ein wundervolles Panorama.
Mit diversen Spielen, einem Dia-Vortrag von Ludwig Knapp über Südtirol sowie Fürth und einem bunten Abend – von den Schülern gestaltet – war für beste Unterhaltung an den Abenden gesorgt. Ein besonderer Höhepunkt war der Besuch einer Skishow der einheimischen Skilehrer. Sie demonstrierten die einzelnen Techniken und ließen die Geschichte des Skisports kurzweilig Revue passieren. Spektakulär und eindrucksvoll zugleich waren atemberaubende Sprünge junger Ski- und Snowboardfahrer. Mit einer Fackelfahrt endete das Spektakel, an das sich die Fürther noch lange erinnern werden.
Die Siebtklässler der Heinrich-Böll-Schule hatten viel Spaß in der Skifreizeit im idyllisch gelegenen St. Johann in Südtirol. Bild: oh
|